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Radio und Fernsehen

Keine Panik vor Studententaufen
Wer in Belgien ein Studium beginnt, steht vor der Frage: Studententaufe oder nicht? Vor allem Abiturienten jagt schon das Wort einen Schauder über den Rücken. Um die Taufen ranken sich viele Mythen. Unsere Journalisten für einen Tag vom Bischöflichen Institut Büllingen sind dem Geheimnis Studententaufe in Lüttich auf den Grund gegangen. Ein Beitrag von Elisa Gross, Lara Schroeder und Saskia Heckters.
150304 AKT J1T BIB Keine Panik vor Stude
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[Bildergalerie] Unterwegs mit dem Radio-Team

Das Radio-Team war in Lüttich unterwegs und hat sich mit dem Thema Studentenverbindungen befasst.

Ein Besuch im KZ Auschwitz - BIB-Schülerin Tsehai erzählt

Im Januar diesen Jahres besuchten die BIB-Schülerinnen Tsehai Schommers, Jil Wante und Anne-Michelle Mollers das Konzentrationslager Auschwitz in Polen. Für "Journalist für einen Tag" erzählt Tsehai von ihren Eindrücken.


Von Maxime Heinrichs und Martin Kirschfink


Gerade mal einen Tag waren die Schülerinnen unterwegs - morgens mit dem Flugzeug hin und abends wieder zurück. Der Ausflug in Begleitung des Verteidigungsministers Steven Vandeput war ein Angebot des Nationalen Instituts der Kriegsveteranen.


Die Atmosphäre im KZ empfand Tsehai als sehr erdrückend: "Ich fühlte mich sehr unwohl, dort zu stehen und zu wissen, was sich vor 70 Jahren dort abgespielt hat. Es wurde nicht viel geredet, geschweige denn gelacht. Jeder war sich der ernsten Situaton bewusst", erzählt die 16-Jährige.

Besonders schockierend fand sie es, "die gewaltigen Gaskammern zu sehen". Die Eindrücke haben sie nachhaltig beeindruckt und nachdenklich gestimmt: "Selbst Tage nach dieser kurzen Reise musste ich oft an das denken, was ich sehen und hören musste."


Mehr zu dem Ausflug gibt es am Donnerstag auf den J1T-Seiten im GrenzEcho.

[Kommentar] Im BIB während der Pausen frieren

Von Raphaël Fickers


Uns Schülern des BIB ist es nicht erlaubt, uns während den Pausen in den Gängen und Klassenräumen aufzuhalten. Stattdessen müssen wir die Pausen draußen verbringen - selbst bei Schnee und Minusgraden, obwohl wir viel lieber in den Klassenräumen entspannen würden. Laut unserer Lehrerin Nadia Sarlette sollen wir draußen frische Luft schnappen und der Sauerstoff soll uns fit für die nächste Unterrichtsstunde machen. Offenbar haben die Lehrer das nicht nötig, denn die sitzen im beheizten Lehrerzimmer, trinken Kaffee und essen Kuchen, während wir uns draußen "einen abfrieren". Das soll mal einer verstehen... Wozu soll diese Regelung gut sein? Es kann nur eine Antwort auf diese Frage geben: Diejenigen, die sich die Regelung ausgedacht haben, nehmen in Kauf, dass wir uns schlimm erkälten, wodurch die Lehrer wiederum mehr Freistunden und Zeit haben, noch mehr Kaffee zu trinken.


Foto: Auch Desirée Gennen, Lehrerin am BIB, trinkt gerne Kaffee. 

Nachgefragt bei BIB-Direktor Philippe Noel - Wohin während der Pausen?

Auch dem Direktor des BIB, Philippe Noel, haben wir die Möglichkeit gegeben, sich telefonisch zu der Kritik zu äußern:


Herr Noël, warum dürfen wir uns während der Pausen nicht innen aufhalten?

„Die Aufsicht in den Gängen und Klassenräume ist nicht so gut gewährleistet, weil maximal drei Erzieher zur Verfügung stehen, die nicht überall gleichzeitig sein können. Es kann auch zu Problemen mit der Versicherung kommen, wenn etwas passiert und keine Aufsicht anwesend war. Es geht aber auch darum, an die frische Luft zu kommen."

"Stutenmilch bringt innere Ruhe" - Zu Besuch auf einem Stutenhof

Tanja Kessler führt in Honsfeld ihren eigenen Stutenmilch-Hof. Jeden Morgen steht die 43-Jährige um 6 Uhr in der Früh auf, um sich um ihre Stuten und die Fohlen zu kümmern.


Von Martin Kirschfink


Dreimal am Tag werden die Stuten gemolken, erzählt Tanja Kessler. Mittags zum ersten Mal, wobei allerdings nicht viel Milch gewonnen wird. Gegen 15 Uhr werden die Stuten ein zweites Mal gemolken und schließlich gegen 18 Uhr noch einmal. Anschließend werden die Fohlen wieder zu den Stuten gebracht. Es ist wichtig, dass die Stuten nicht allzu lange von ihren Fohlen getrennt sind, damit sie weiterhin Milch produzieren.


Frau Kessler, wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
"Also das Interesse für Pferde und Schafe war generell immer schon da. 2007 kam dann mein Mann von der Arbeit zurück und erzählte mir, dass der Vorbesitzer seinen Hof verkauft. Also kauften wir den Hof, das war schon immer mein Traum. Jetzt bin ich glücklich mit allem, was ich hier habe und habe jeden Tag sehr viel Spaß."


Wozu dient die Stutenmilch?
"Stutenmilch ist generell gut gegen Hautprobleme, also auch gegen Neurodermitis und bringt innere Ruhe. In Stutenmilch ist auch andere Laktose enthalten als in Kuhmilch, dementsprechend ist sie gut für alle Menschen mit Laktoseintoleranz."


Wir bedanken uns bei Frau Kessler, verlassen ihren Hof und machen uns auf den Weg zurück in die Redaktion nach Eupen.


Mehr zum Stutenhof gibt es am Mittwochabend im BRF "Blickpunkt".

[Pressekonferenz] Infoveranstaltung: Ein Jahr ins Ausland

Am Mittwochvormittag fand im Infotreff Eupen eine Pressekonferenz zum Thema „Auf und davon – Ab ins Ausland“ statt. Thema war die Organisation eines Infomarktes, der Jugendliche über die Möglichkeiten von Auslandsreisen aufklären soll.


Von Danielle Marx

 

Anwesend waren Vertreter von verschiedenen Informationsstellen, unter anderem vom Infotreff, Jugendbüro und Jugendheim. Valérie Kaldenbach vom Jugendbüro der Deutschsprachigen Gemeinschaft warnt vor Auswanderer-Sendungen wie „Goodbye Deutschland“, die Jugendlichen ein falsches Bild vermitteln: „Jugendliche werden heutzutage durch das Fernsehen mit ganz anderen, realitätsfremden Informationen konfrontiert.“ Der Infomarkt soll dagegen durch Erlebnisberichte, Gefühle und Eindrücke von Jugendlichen und Schülern, die selber schon eine Auslandsreise gemacht haben, ein wahres Bild vermitteln und ihnen bewusst machen, dass eine Auslandsreise nicht nur Spaß, sondern auch Verantwortung bedeutet. Auch Eltern, die Bedenken haben, soll die Angst genommen werden. Außerdem soll der Infomarkt Schülern dabei helfen, aus der Vielzahl von Angeboten das passende Reiseprogramm auszuwählen.

Jugendbeauftragter Tom Rosenstein sieht die Idee der Infoveranstaltung darin, dass „Jugendliche besser in diesem Thema informiert werden.“

Eins scheint auf jeden Fall deutlich zu sein: Auslandsreisen sind bei Schülern immer beliebter und der Bedarf an Informationen besteht.


Mehr zu diesem Thema am Donnerstag auf den J1T-Seiten im GrenzEcho.

[Umfrage] Sind Sie für oder gegen eine Masern-Impfpflicht?

Seit in der vergangene Woche in Berlin ein Kind an Masern gestorben ist, wird auch in unserer Region über eine Impfpflicht diskutiert. Zu diesem Thema haben wir eine Umfrage gemacht.


Von Maxime Heinrichs und Raphaël Fickers

Manfred Mathie (57):


"Das ist eine schwierige Frage. Impfungen sind ja auch mit gewissen Risiken verbunden, zum Beispiel, dass Kinder anschließend behindert sind. Da ist es für Eltern natürlich eine schwere Entscheidung, dafür oder dagegen zu stimmen. Ich würde es nicht generell verpflichtend machen."

Désirée Gennen (37):


"Ich bin auf jeden Fall für eine Impfpflicht bei Kindern, weil man das als Eltern gerne mal vergisst. Wenn man aber verpflichtet ist, wird man zur Not daran erinnert und die Kinder sind sicher."

Leonie Bongartz (64):


"Da hab ich keine feste Meinung zu. Früher hat man gesagt, es muss sein, weil die Krankheit zu gefährlich ist. Aber man weiß ja auch nicht, wie gefährlich die Impfung ist. Ich bin nur dafür, wenn es Sinn macht. Wenn es mehr Schaden anrichtet, als es Nutzen bringt, bin ich dagegen."

Patrick Hennen (43):


"Ich bin dafür. Ich finde es nur richtig, wenn die Masernimpfung zur Pflicht wird. Vor allem zur Vorbeugung, damit sich diese Krankheit nicht verbreiten kann."

Mathieu Nols (64):


"Kinder sollten geimpft werden. Ich habe selber Enkelkinder, man sieht ja, was in Berlin passiert ist. Meine Kinder sind auch geimpft worden damals."

Hedwig Jerusalem (61), Kinderkrankenschwester:


"Ich finde es ganz, ganz wichtig, dass Kinder gegen Masern geimpft werden. Als Kinderkrankenschwester kenne ich die Auswirkungen, die Masern haben. Alle Leute, die sagen, die Impfung sei nicht nötig, sollen mal ins Krankenhaus kommen, und sich ansehen, wie es Kindern geht, die als Folge einer Masernerkrankung Hirnschäden erlitten haben."

"Es fehlen noch einige Texte und Details"

Nachdem alle Themen für die Zeitung festgelegt wurden, wird es in der Zeitungsredaktion stressig.


Chefredakteurin Franziska Quaschning muss alle Arbeitsabläufe koordinieren. "Es fehlen noch einige Texte und Details müssen noch geklärt werden, ansonsten liegt aber alles vor." Die 16-Jährige hat sich bereits im Vorfeld einen Überblick verschafft und sich auf den Tag vorbereitet. "Ich habe mir schon gedacht, dass der Tag ziemlich stressig wird, da sehr viele Leute zusammenarbeiten müssen." (dm)

Der Start in den Tag

Die erste Redaktionskonferenz: Schüler des BIB legen Texte und Themen für Zeitung, Internet, Radio und Fernseh fest.