Jugendlicher Leichtsinn am Steuer
Der Straßenverkehr bleibt in Belgien Todesursache Nummer eins für die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen. Wenn Jugendliche in diesem Alter sterben, dann in einem von drei Fällen bei Autounfällen, sagt das Institut für Straßenverkehrssicherheit IBSR. Eine Meldung, die auch unsere Journalisten für einen Tag von der Bischöflichen Schule St. Vith beschäftigt hat. Alicia Mersch, Sarah Rosca und Cleo Faymonville sind dem Phänomen auf die Spur gegangen.
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Das war ein anstrengender Tag! Die Onlineredaktion verabschiedet sich in den Feierabend. Habt ein schönes Wochenende.

 

Euer BS-Team

Arbeiten im Schlachthof - Eine andere Welt

Grobe Arbeiten gehören im Schlachthof dazu. Illustrationsbild: dpa
Grobe Arbeiten gehören im Schlachthof dazu. Illustrationsbild: dpa

4.30 Uhr, der Wecker schellt. Noch zehn Minuten schlummern, aber dann muss ich wirklich aufstehen, mich waschen und Frühstück machen. Seit drei Jahren ist das jeden Sommer das gleiche Spiel. In den ersten Tagen ist das Aufstehen anstrengend und ich habe morgens noch sehr kleine Augen. Aber ich gewöhne mich schnell an den Rhythmus. Nach einem ausgiebigen Frühstück schwinge ich mich auf mein Rad und fahre zum Malmedyer Schlachthof. Was ich dort um diese Uhrzeit mache? Arbeiten!

Von Eliot Weidisch

 

Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen ersten Arbeitstag. Damals war ich 15. Die Arbeit im Schlachthof begann um 5.45 Uhr. Der Dresscode bestand aus Gummistiefeln, einem weißen Anzug und einer Kappe.

Mein Weg führte an der Cafetaria vorbei. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie ein Arbeiter seinen dampfenden Teller aus der Mikrowelle nahm. Es lagen geschätzte sechs Würste darauf, die er anschließend mit einer dicken Schicht Andalousesoße überstrich. Ich war recht beeindruckt, denn ich hatte gerade mein Nutellabrot gegessen, und konnte mir kaum vorstellen, wie man zu dieser Uhrzeit sechs fettige Würstchen runterkriegt.

Ein älterer Student führte mich durch die Räume und erklärte mir den Ablauf des nächsten Monats. Nur noch kurz die Hände desinfizieren und dann ging es ab in die Arbeitshalle. Den Geruch, eine Mischung aus rohem Fleisch und alten Gewürzen werde ich nie vergessen. Mein Magen hatte es während des ganzen ersten Tages richtig schwer. Ich habe auch während unserer kurzen Mittagspause nichts essen können aus Angst, mich übergeben zu müssen. Die Arbeiter dort waren kräftig gebaut und es sah nicht gerade ungefährlich aus, wie sie mit ihren riesigen Messern an mir vorbeigingen. Sehr beeindruckt hat mich auch, mit welcher Geschwindigkeit ein gelernter Arbeiter ein Schwein auseinandernimmt.

 

Am meisten fasziniert hat mich wohl „Petit Jean“. So nannten sie den Mann, der die Schweine mit der Axt in zwei schlug, nachdem sie geschlachtet worden waren. Er erklärte mir, dass es nicht viel Kraft brauche, alles sei eine Frage der Technik. Zwei Schläge auf den Kopf und dann ein Schlag pro Wirbel, und das den ganzen Tag lang.

Ich habe den ersten Tag im Schlachthof gut überstanden. Das ist jetzt drei Jahre her. Noch immer arbeite ich in den Ferien dort.

 

Die Seiten auf dem Prüfstand

Bei der Nachmittagskonferenz kamen alle Redakteure zusammen, und warfen einen Blick auf die fertigen Seiten. Anschließend folgte der Feinschliff.

Plattdeutsch - Ja oder Nein?

Ein Kommentar von Catherine Gassmann

 

Als Ostbelgier muss man mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Sprachen sprechen. Für den Großteil der Ostbelgier gehören Deutsch, Französisch und Niederländisch zum Alltag. In der Schule lernen die meisten Schüler auch noch Englisch, das ergibt am Ende der Studienzeit vier Sprachen. Viele Familien sprechen zu Hause zusätzlich Plattdeutsch, sodass eine weitere Sprache hinzukommt. Einige Menschen denken, dass vor allem Kinder, die zuerst "Platt" lernen, später kein korrektes Hochdeutsch mehr sprechen können.

 

Wer mehrere Sprachen spricht, hat es später im Berufsleben leichter. Doch was nützt uns das Plattdeutsch in unserem Berufsleben? Meiner Meinung nach wird "Platt" nur von den wenigsten im Beruf benutzt. Trotzdem ist es für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene Alltag und eine Gewohnheit, Plattdeutsch zu sprechen. Zu diesem Thema gibt es verschiedene Meinungen. Einige vermissen es nicht, kein Plattdeutsch sprechen zu können und sehen auch keinen Sinn darin, es zu lernen, da es in ihrem Alltag keinen Nutzen hat. Die Menschen, die Plattdeutsch sprechen, können sich kein Leben ohne "Platt" vorstellen und verstehen den Dialekt als ein Stück Kultur. Ich persönlich spreche kein Plattdeutsch, bereue es jedoch, dass meine Eltern es mir nicht beigebracht haben. Wenn man bei Freunden zu Besuch ist, und die komplette Familie spricht Plattdeutsch, ist es schon ein komisches Gefühl, den Eltern auf Hochdeutsch zu antworten. Ich denke nicht, dass man mit dieser Sprache im späteren Leben etwas anfangen kann, jedoch glaube ich, dass das Plattdeutsch im häuslichen Gebrauch erhalten bleiben sollte. Es ist nicht zuletzt ein Teil unserer Kultur.

 

Mehr zu dem Thema am Samstag im GrenzEcho.

Fernseh- und Radioreporter bei der Arbeit

Nach dem Mittagessen haben wir das Radio- und das Fernseh-Team im BRF besucht:

Das Fernseh-Team feilt an der Anmoderation.
Das Fernseh-Team feilt an der Anmoderation.

Christopher Lee Stokes, Gary Jost und Luka Hennen vom Fernseh-Team erzählen von ihren Erlebnissen:

 

Wie sah euer Tag bisher aus?

Wir sind heute Morgen in St.Vith geblieben und das BRF-Team ist zu uns gekommen. Zuerst haben wir dann den Aufbau unseres Videobeitrags besprochen.

 

Und worum soll es in eurem Beitrag gehen?

Es geht um das Essen in unserer Schulkantine.

 

Und wann habt ihr mit dem Filmen begonnen?

Um 8.45 Uhr. Wir haben zunächst den Direktor und anschließend den Koch interviewt.

 

Seid ihr auch am Schnittprozess beteiligt?

Nein, wir besprechen gerade die Anmoderation während die BRF-Kollegen schnneiden.

Das Radio-Team besteht aus Cleo Faymoville, Sarah Rosca und Alicia Mersch (v.l.n.r.).
Das Radio-Team besteht aus Cleo Faymoville, Sarah Rosca und Alicia Mersch (v.l.n.r.).

Auch Alicia Mersch (rechts im Bild) vom Radio-Team hat sich den Fragen der Onlineredaktion gestellt:

 

Was habt ihr nach eurer Ankunft im BRF gemacht?

Wir machen einen Beitrag über Autounfälle. Deswegen haben wir zuerst nach einem Artikel gesucht, der schon am Montag von anderen Schülern über ein ähnliches Thema verfasst wurde. Dann haben wir bei der Fahrschule angerufen und den Fahrschullehrer interviewt.

 

Was genau ist euer Thema?

Unser Thema ist: Autounfälle, Todesursache Nummer Eins bei Jugendlichen

 

Und seid ihr am Schnitt beteiligt?

Nein.

Studentenverbindungen: „Study hard-party harder“ ? 

Der traditionelle Ball der Eumavia.
Der traditionelle Ball der Eumavia.

Eumavia, Paludia, Destuna und Ostana sind Studentenverbindungen deutschprachiger Belgier. Die Eumavia befindet sich in Neu-Löwen, die Paludia in Lüttich, die Destuna in Namur und die Ostana in Brüssel. Doch was hat es mit den Studentenverbindungen überhaupt auf sich?

 

Von Chiara Fort

 

Eine Studentenverbindung ist eine Vereinigung, die Studenten aus einer bestimmten Region zusammenbringt. Die Verbindungen helfen Erstsemestern, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden und zu integrieren. Auch für die Studenten, die schon länger studieren, ist die Verbindung ein Treff-und Ausgangspunkt. Ziel ist es, Freundschaften zu knüpfen, gemeinsam Zeit zu verbringen und sich so auch ein wenig vom Lernalltag abzulenken. Innerhalb der Verbindungen werden verschiedene Aktivitäten organisiert. Dazu gehören auch sogenannte „Soirées“, d.h. „Abendaktivitäten, zu denen jeder herzlich eingeladen ist, egal ob deutschsprachig oder französischsprachig, getauft oder ungetauft“, erklärt Max Schommers, Vizepräsident der Paludia. Außerdem werden regelmäßig diverse Sportaktivitäten, Themenabende in der Kneipe und vieles mehr veranstaltet. Bei diesen Aktivitäten steht vor allem der Spaß im Vordergrund.

 

Wer einer Studentenverbindung beitreten möchte, muss eine Taufe absolvieren. Dazu Max Schommers: „Die Taufe besteht aus wöchentlichen Treffen. Bei diesen Treffen wollen wir die Neulinge in der Gruppe stärken, stellen verschiedene Aufgaben und bringen ihnen das Studentenleben etwas näher. Natürlich fließt danach auch genügend Bier für diejenigen, die möchten. Der Konsum von Alkohol während der Taufe ist allerdings untersagt. Die Taufe wird zudem streng überwacht und die getauften Mitglieder nehmen die Verantwortung sehr ernst."

 

Trotzdem kursieren Gerüchte, dass die Taufe unzumutbar, eklig und erniedrigend sei. „Wenn die Taufe so schrecklich wäre, dann sollte man sich doch die Frage stellen, warum sich jedes Jahr Hunderte von Neuankömmlingen freiwillig an diesem Spiel beteiligen,“ sagt Simon Jouck, Präsident der Eumavia. Hauptziel ist es, die Leute an die Verbindung heranzuführen, zu integrieren und zu vereinen, und nicht, sie zu erniedrigen oder zu verjagen. Während der Taufe wird man von den Älteren schon etwas auf den Arm genommen, aber im Großen und Ganzen ist es eine Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu machen und wertvolle Freundschaften zu schließen. „Abgesehen davon bereut keiner der Getauften seine Entscheidung“, bestätigen mehrere Getaufte.

 

Trotz allem denken viele, dass die Verbindungsmitglieder nur eines im Kopf haben: Alkohol. Außerdem stellt man sich die Frage, ob diese Studentenverbindungen nicht vom eigentlichen Studium ablenken. In den Verbindungen ist es jedem selbst überlassen, wie viel er trinkt. Wie ernst man sein Studium nimmt, hängt also von jedem selbst ab. Es gibt mit Sicherheit einige, die ihr Ziel aus den Augen verlieren, aber das kommt auch bei solchen vor, die kein Mitglied einer Verbindung sind. „Der Ausgleich, den eine Studentenverbindung bietet, kann unglaublich wichtig sein, um das richtige Gleichgewicht zwischen Studieren und Feiern zu finden. Außerdem geben die älteren Studenten wertvolle Tipps“, sagt Andreas Lejeune (Destuna). Mitglied in einer Studentenverbindung zu werden, lohnt sich also auf jeden Fall. Mit dieser Truppe erlebt man ganz bestimmt lustige und manchmal unglaubliche Momente, an die man sich für den Rest seines Lebens erinnern wird.  

[Umfrage] Spenden Sie Blut?

Die Journalisten für einen Tag wollten herausfinden, wie es um die Blutspende-Bereitschaft der Eupener Bürger steht. Chiara Elsen, Viviane Mertes und Catherine Gassmann haben auf der Straße nachgefragt:

Edgar Kreischer (46), Haustechniker, Wohnt in Kettenis

 

„Ich bin seit 10 Jahren Blutspender. Ich tue mir selber was Gutes, da mein Bluthochdruck so sinkt.“

 

 

Barts Jean-Marie (60), Rentner, wohnt in Kettenis

 

„Ich kann krankheitsbedingt kein Blut mehr spenden. Früher habe ich Blut gespendet um zu helfen und vielleicht kann ich später auch mal davon profitieren."

 

Angela Dal Piva (28), Sekretärin, wohnt in Eupen

 

„Nein, ich spende noch kein Blut, ich möchte es aber gerne machen. Ich finde das schön, wenn man anderen Leuten helfen kann.“

Raphael Walpot (32), Werstoffingenieur, wohnt in Kelmis

 

„Ich habe mir, ehrlich gesagt, noch keine Gedanken darüber gemacht, Blut zu spenden. Ich wüsste auch überhaupt nicht, wo ich hingehen sollte um Blut zu spenden. Man wird nicht genug über die Möglichkeiten informiert.“

 

Plechoc Margareta (33), Hausfrau, wohnt in Eupen

 

„Ja, ich habe schon einmal Blut gespendet. Es ist eine gute Sache, mich kostet es ja nicht viel und so kann anderen Menschen mit meinem Blut geholfen werden.“

 

 

Vegane Ernährung im Check

Vegane Gemüsesuppe mit Pilzen.
Vegane Gemüsesuppe mit Pilzen.

Sich vegan zu ernähren, das bedeutet, auf tierische Erzeugnisse zu verzichten. Aber schmeckt das überhaupt? Conny Dries und Florence von Montigny haben es ausprobiert.

 

Wer sich vegan ernährt, der verzichtet nicht nur auf Fleisch, sondern auf alle tierischen Erzeugnisse. Das bedeutet, dass Veganer auch alle Nahrungsmittel, die Milch, Eier, Honig, usw. enthalten, ablehnen.

 

Ist es einfach, sich bei dem Kochen auf nicht-tierische Produkte zu beschränken?

 

Es ist nicht einfach, weil ganz andere Produkte verwendet werden, die in der herkömmlichen Küche nicht vorkommen. Deswegen kann man manche Zutaten auch nicht einfach im Supermarkt kaufen, und muss stattdessen in einen Bioladen gehen.

 

Von wo habt ihr das Rezept?

 

Aus einem veganen Kochbuch, das eine Bekannte uns ausgeliehen hat.

 

Schmeckt veganes Essen?

 

Florence: Man kann es essen, aber weiterempfehlen würde ich es nicht. Es fehlt mir einfach an Geschmack.

 

Conny: Man muss sich an den Geschmack gewöhnen. Am Anfang ist es ungewohnt, aber eigentlich ist es ganz lecker.

 

Worauf Veganer beim Essen achten sollten erfahrt ihr am Samstag im GrenzEcho. 

Mona Theissen: Eine singende Lehrerin

Wir von der Online-Redaktionen haben kurzerhand unsere Lehrerin Mona Theissen interviewt. Die 23-Jährige ist Backgroundsänger bei der Adele-Coverband "Adelicious", die am Samstagabend ihren nächsen Auftritt in Eupen hat.

 

Im Interview erzählt sie, wie sie zum Gesang gekommen ist. Außerdem gibt sie eine kleine Kostprobe.

Die Chefredakteurin stellt sich vor

Onlineredakteur Luc Thannen und Chefredakteurin Luisa Lejeune.
Onlineredakteur Luc Thannen und Chefredakteurin Luisa Lejeune.

Luisa Lejeune ist heute Chefredakteurin für einen Tag. Wir haben uns mit ihr unterhalten und stellen sie hier kurz vor.

Von Luc Thannen

 

Warum hast du dich für den Job als Chefredakteurin beworben?

 

Ich kann gut organisieren, das passt zu mir. Ich habe viel Spaß dabei, solche Dinge zu regeln.

 

Welche Aufgaben hast du heute?

 

Ich musste die Artikel alle einmal durchlesen, ich musste die Themen kennen. Wir arbeiten gerade noch am Layout und entscheiden, welche Artikel auf welcher Seite stehen sollen. Es fehlen auch noch ein paar Bilder, die müssen wir nachliefern.

 

Gab es denn schon Probleme?

 

Bisher nicht, aber das kann ja noch kommen.

 

Interessiert dich der Journalismus?

 

Ja, ich habe schon oft daran gedacht, das beruflich zu machen, aber ich bin mir noch nicht sicher mit meiner Berufswahl. Journalismus interessiert mich aber sehr.

 

Hast du heute eine große Verantwortung?

 

Ich denke schon.

 

Nach welchen Kriterien entscheidest du, welche Artikel es in die Zeitung schaffen?

 

Ich muss schon schauen, was die Leute interessiert. Das kommt dann auf die erste Seite. Ich muss mich auch mit den Redakteuren hier im GrenzEcho absprechen. Sie geben ja auch Tipps.

 

Was erhoffst du dir den von dem Tag heute?

 

Viel Spaß, eine gute Zeitung und einen aufregenden Tag.

Am Samstag im GrenzEcho

Seite 1:

  • Die Techno-Szene in der DG + Kommentar
  • Interview mit DJ Just Monti

 

 

 

Seite 2:

  • Interview mit Köchin Ricarda Gommes
  • Was ist Endurance?

 

 

 

Seite 3:

  • Die Arbeit eines Sanitäters
  • Glosse: Gipfeltreffen auf den Malediven
  • Schüler testen den Vegan-Trend

 

 

 

Seite 4:

  • Blutspende-Bereitschaft in der DG
  • Umfrage: Sollten Eltern Dialekte an ihre Kinder weitergeben?

 

E-Sport - Kann man das essen?

Luc Thannen (17) spielt fast täglich "League of Legends"
Luc Thannen (17) spielt fast täglich "League of Legends"

E-Sport, das steht für elektronischen Sport, bei dem verschiedene Spieler sich in Computerspielen messen. Dafür benötigt jeder E-Sportler  einen Computer oder eine andere Konsole. Von vielen abwertend als „Zocken“ bezeichnet, haben diese Computerspiele aber durchaus mehr Potential.

 

Von Julius Pfeiffer, Luc Thannen und Christof Neessen

 

Dass das stundenlange Spielen von Computergames auch mehr als ein Zeitvertreib sein kann,  zeigt das Phänomen E-Sport. E-Sport wird, wie Fußball oder Badminton, in Ligen gespielt. Und so wie bei Olympia gibt es auch im E-Sport viele verschiedenen Sportarten. So treten unterschiedliche Anzahlen Spieler entweder in Rollenspielen, Shootern, Echtzeit-Strategiespielen oder Battle Arena Games gegeneinander an. Die Spiele füllen ganze Stadien. Dort verfolgen E-Sport-Begeisterte die Spiele live mit. Die meisten Zuschauer sehen sich die Spiele aber über das Internet an. Die wohl bekannteste Live-Übertragungsplattform Twitch erreichte beim Final-Spiel der League of Legends-Weltmeisterschaft in diesem Jahr eine Zuschauerzahl von 36 Millionen Menschen.

 

Auch wenn beim Fußball weitaus mehr Menschen mitfiebern, wächst das Interesse am elektronischen Sport von Jahr zu Jahr. Vor allem junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren verfolgen die Übertragungen. Diese Zahlen werfen die Frage auf, ob E-Sport nun als Sport anerkannt wird, oder nicht. In den Niederlanden, Südkorea, Schweden, Frankreich, Bulgarien und Großbritannien gibt es bereits E-Sport-Verbände. In Belgien und Deutschland ist dies noch nicht der Fall. Laut dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fehlt E-Sport die nötige Eigenmotorik, um als Sport anerkannt zu werden. Jedoch besitzen die Athleten eine gute Hand-Augen-Koordination und blitzschnelle Reflexe. Auch die psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen.

 

Dabei war der „Sport“ bis vor ein paar Jahren noch nahezu unbekannt. Erst als Spieleentwickler viel Geld in die Hand nahmen, um Wettkämpfe zu organisieren, wuchs die Begeisterung. Heute haben die Übertragungen aber andere Dimensionen angenommen. E-Sport-Events wie eine Weltmeisterschaft stehen anderen Sportevents in nichts nach. So werden die Spiele von Moderatoren begleitet und die Spielzüge anschließend analysiert. Wer jetzt verstanden hat, welche Maßstäbe dieser „Sport“ erreicht hat, kann nachvollziehen, dass Adidas, Samsung oder Red Bull als Sponsoren genannt werden können.

 

Südkorea und China sind als E-Sport-Hochburgen bekannt. Vor allem Fantasy-Spiele finden dort großen Anklang. Hier in Europa gilt E-Sport eher als Nischensport.

 

Luc Thannen, Onlineredakteur für einen Tag, betreibt selber E-Sport. „E-Sport ist einfach besser“, findet der 17-Jährige. Er hat schon viele Stunden in das Spiel League of Legends investiert und steht dennoch weit unten im Liga-System. "Zum Fußballspielen muss man sich treffen und das Wetter muss stimmen. Wenn ich Lust auf E-Sport habe, mache ich einfach den PC an.“ In der virtuellen Welt ist das Wetter immer gut. "Und so vergeht ein Abend wie im Flug", so Luc. Auch wenn er nicht vorhat, ganz oben mitzuspielen, kann er nach einer verlorenen Runden nicht einfach abschalten. „Erst wenn ich gewonnen habe, bin ich zufrieden."

Die Zeitungsredaktion bei der Arbeit

Kaum in Eupen angekommen, starten die Redakteure mit ihrer Arbeit. Die Online-Redaktion macht sich jetzt auf den Weg zu einer Straßenumfrage. Wir wollen wissen, wie es um die Blutspende-Bereitschaft der Eupener Bürger steht. Mehr dazu später.